{"id":291,"date":"2019-10-10T10:10:26","date_gmt":"2019-10-10T09:10:26","guid":{"rendered":"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=291"},"modified":"2021-03-26T07:42:04","modified_gmt":"2021-03-26T06:42:04","slug":"und-doch-in-munchen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=291","title":{"rendered":"Und doch in M\u00fcnchen&#8230;"},"content":{"rendered":"<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 50%;\"><a title=\"Hallo Schweiz\" href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=98\">\u21e6<\/a>&nbsp;<a title=\"Hallo Schweiz\" href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=98\">Hallo Schweiz<\/a><\/td>\n<td style=\"width: 50%;\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<hr>\n<h3>Die Wurzeln, die Heimat und wo ich gerne lebe&#8230;<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich ist Bern meine neue Heimat geworden, da ich hier arbeite, lebe und einen neuen Freundeskreis aufgebaut habe. Auch ist die Schweiz f\u00fcr mich fester Bestandteil im Leben. Die Kultur, das Land, die Menschen und einfach all das, was man hier erlebt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Au1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-299\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Au1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Au1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Au1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Au1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Dennoch kann man die Wurzeln nie komplett abschneiden oder seine urspr\u00fcngliche Heimat leugnen. Das w\u00fcrde ich auch gar nicht wollen. Schliesslich hat man ja da seine Kindheit verbracht. Und so ist es auch nur normal, dass ich hier und da, wenn ich Zeit habe, meine Freunde in M\u00fcnchen besuche, was immer wieder zu einem Highlight wird und auch Balsam f\u00fcr meine Seele ist. Der alten Zeiten gedenken, die Orte besuchen, an denen man in jungen Jahren mit seinen Freunden abgehangen ist, aber auch die Stadt M\u00fcnchen auf&#8217;s Neue zu erkunden. Jede Stadt lebt, auch M\u00fcnchen. Und mit der Zeit ver\u00e4ndert sich auch das Stadtbild. Was wir kannten, ist weg und wurde durch was Neues ersetzt, aber manches ist so, wie man es aus seiner Jugend kennt. Ich bin oftmals immer wieder auf&#8217;s Neue erstaunt, wie sich das Stadtbild doch gravierend ver\u00e4ndert, wenn ein Geb\u00e4ude oder Areal, das man aus seiner Jugendzeit kennt, pl\u00f6tzlich neue Geb\u00e4ude aufweist und man sich einen Augenblick lang die Frage stellt: &#8220;Bin ich hier richtig&#8230;?&#8221;<\/p>\n<p>Aber der Besuch der st\u00e4dtischen Museen und Einrichtungen ist immer wieder auf&#8217;s Neue sch\u00f6n. Oder einfach mal an der Isar entlang laufen&#8230; von der Stadt bis nach Grosshesselohe&#8230; und dann an seinem Kindergarten vorbeikommen. Wenn man auf diese Weise sein Leben neu &#8220;erlebt&#8221;, kann man sagen: &#8220;Ja, ich habe durchaus schon so Einiges erlebt&#8230;&#8221; &#8211; Dabei merkt man, dass zumindest an manchen Orten die Zeit stehengeblieben zu sein scheint und die Kindheits- und Jugenderinnerungen wieder ins Ged\u00e4chtnis zur\u00fcckkommen. Fr\u00fcher hat man dazu Jahrzehnte alte Fotografien genutzt, heute nutzt man moderne Technik und elektronische Gadgets.<\/p>\n<h3>&nbsp;<\/h3>\n<h3>Im deutschen Museum<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DeuMus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-300\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DeuMus-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DeuMus-225x300.jpg 225w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DeuMus-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/DeuMus.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Nat\u00fcrlich hat sich auch einiges ver\u00e4ndert. Konnte man fr\u00fcher als kleiner St\u00f6psel f\u00fcr gerade mal 2.50 Mark ins Deutsche Museum, so kostet der Eintritt heute satte 14 Euro als Erwachsener, was zur damaligen Zeit nicht weniger als 28 Mark waren und als Kind werden 4.50 Euro aufgerufen. Das ist zwar auch nicht wenig, aber f\u00fcr das Gebotene durchaus als g\u00fcnstig zu betrachten! Hach, was war Kindsein doch einfach. Aber um so mehr war es dann ein Highlight, durch all die Abteilungen zu wandern&#8230; \u00fcberall die Schauk\u00e4sten und die Kn\u00f6pfe und Handr\u00e4der, die diesen dann Leben einhauchen. Geht man heute als Erwachsener rein, sieht man die Welt anders. Heute liest man aufmerksam die Texte und Kennzahlen durch, wie zum Beispiel von der rechts abgebildeten Dampfmaschine, welche 1908 in Winterthur (jaja, die Schweizer n\u00e4mlich!) gebaut wurde. Heute bewundert man die Pr\u00e4zision mit der die mittlerweile \u00fcber 100 Jahre alten Maschinen gebaut wurden und heute ihre Eleganz im Deutschen Museum darbieten. Heute interessiert man sich f\u00fcr die Details, anstatt durch all die Objekte zu flitzen, nur Flausen im Kopf habend. Aber das beweist auch eines: Man ist nie zu jung oder zu alt, um mal ins Deutsche Museum gehen zu k\u00f6nnen. Ob allein oder auch mit Freunden. Besonders ist der Aha-Effekt gross, wenn die Begleitperson ebenfalls anmerkt, schon l\u00e4nger nicht mehr im Deutschen Museum gewesen zu sein. Erst im Erwachsenenalter wird einem bewusst, dass man das Deutsche Museum kaum an einem Tag bew\u00e4ltigen kann, wenn man sich mit den Themen etwas detaillierter auseinandersetzt. Dann langen die 7 Stunden \u00d6ffnungszeit an einem Tag kaum aus, hat das Deutsche Museum doch etliche Themen, die es zu erkunden gilt. Die Faszination des Bergwerks hat auch heute ihren Reiz nicht verloren und man geht mit Freude durch die engen Nachbildungen des Bergwerks. Einmal mehr stellt man sich die Frage, wo man sich gerade im Geb\u00e4ude befindet, wenn man durch die engen Sch\u00e4chte wandert, dem Auf und Ab der G\u00e4nge folgend. Wer also in M\u00fcnchen ist und an einem regenreichen Tag keine Ahnung hat, was er unternehmen soll, dem sei das Deutsche Museum sehr ans Herz gelegt. Man ist im Trockenen und tut gleichzeitig was f\u00fcr sein Allgemeinwissen. Und daf\u00fcr ist man bekanntlich nie zu alt!<\/p>\n<h3>&nbsp;<\/h3>\n<h3>Der Tierpark Hellabrunn<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-294\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Aber auch der Tierpark Hellabrunn weckt viele Erinnerungen. Was war das f\u00fcr ein Erlebnis, wenn man f\u00fcr zwei Mark in den Zoo konnte und die Tiere der ganzen Welt bewundern konnte. Auch hier galt die Aufmerksamkeit eher den Tieren. Damals war das F\u00fcttern mittels Futterautomaten noch erlaubt. Es nahm aber \u00dcberhand und tat den Tieren nicht gut, also wird heutzutage auf eine F\u00fctterung durch die Besucher weitestgehend verzichtet. Klar, dass man dann die Tiere nicht auf &#8220;Kommando&#8221; ins Sichtfeld holen kann, aber das sollte auch nicht Sinn und Zweck eines artensch\u00fctzenden Geozoos sein (Hellabrunn ist einer der wenigen Geozoos weltweit!). Auch hier ist der Eintritt heute deutlich teurer. Kinder liegen bei 6 Euro, die Erwachsenen haben 15 Euro zu entrichten. Aber das Geld kommt der Tierparkstiftung zugute, die stets um den Erhalt dieses kleinen Naturjuwels sorgt. Man sieht dem Zoo an, dass er mit der Zeit geht und die Tiere sicher kein \u00f6des Dasein fristen oder schlimmer, unter prek\u00e4ren Situationen gehalten werden. Nein, der Tierpark Hellabrunn weiss, die Lebewesen gut zu umsorgen, damit auch die heutige Generation die immer mehr vom Aussterben bedrohten Tierarten noch lebend sehen kann. Leider sterben immer mehr Tierarten aus. Zeit, dem, so gut es geht, entgegenzuwirken. Der Tierpark Hellabrunn leistet hier vorbildliche Arbeit, daher kann ich hier nur mein Lob aussprechen! <a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-295 alignright\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn2-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn2-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Hellabrunn2-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wer also in M\u00fcnchen ist, sollte (am besten bei sch\u00f6nem Wetter!) dem Tierpark Hellabrunn einen Besuch abstatten. Auch hier gilt: Viel Zeit mitbringen. Die Erkl\u00e4rungen auf den Tafeln und Schaubildern sind interessant zu lesen und die t\u00e4glichen Shows, die es zu meiner Jugendzeit eben nicht gab, sind allemal ein Erlebnis! Wer mit Kindern unterwegs ist, wird dort auf jeden Fall auch mal den Streichelzoo oder eben die Abenteuerspielpl\u00e4tze aufsuchen k\u00f6nnen. Als Erwachsener hat man seine eigenen Pl\u00e4ne und kann sich aufgrund der verschiedenen Themengebiete auch eine Route zusammenstellen. Man m\u00f6chte nicht glauben, wieviele Aha-Effekte ich erlebt habe! Auch waren die neu hinzugekommenen Geb\u00e4ude, wie auch die neu \u00fcberarbeiteten Geb\u00e4ude definitiv ein Hingucker. Dank des elektronischen Zeitalters kann man sich auch, wenn man es m\u00f6chte, von einer App als Tourguide durch den Zoo und seine Attraktionen f\u00fchren lassen. Ob das dann aufgrund der Aufgew\u00fchltheit des Nachwuchses m\u00f6glich ist, ist eine andere Sache.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Kindheit, Grosshesselohe und die Isar<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-293\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe2-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe2-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe2-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nat\u00fcrlich darf auch die Kindheitserinnerung nicht fehlen, also die Zeit, in der noch nicht einmal Schule, ABC und Lernen einen Teil der Freizeit ausmachten. Nein, die Zeit, in der man einfach nur draussen im Garten rumgetollt hat, oder drinnen sich mit allerhand Spielzeug stundenlang vergn\u00fcgen konnte. Der Kindergarten befindet sich auch heute noch in Pullach, sehr nahe am Gro\u00dfhesseloher Isartalbahnhof. Nebenbei angemerkt: Es ist die einzige, mir bekannte Station mit einem zweizeiligen Bahnhofsschild und ich bin in Deutschland mittlerweile viel rumgekommen, um diese Aussage zu t\u00e4tigen! Wie w\u00fcrde Spock von der Enterprise sagen: &#8220;Faszinierend!&#8221; &#8211; Mit zunehmendem Vorschulalter wurde dann doch darauf Wert gelegt, dass die Deutschkenntnisse auf Grundschulniveau gehoben wurden. Da ist eine Logop\u00e4die nicht unausweichlich gewesen und half mir damals dabei, meine zum Teil gravierenden Sprachl\u00fccken (die auch gewissen Umst\u00e4nden geschuldet waren) zu beheben. Ja, Kindergartenzeit, das war die Zeit, wo man sich um Sachen, wie Geld, Arbeit etc. keine Gedanken gemacht hat. Da ging es lediglich ums Fr\u00fchaufstehen (was man auch als Kleiner schon gehasst hat!) und dann am Nachmittag heim kommen. Zu der Zeit passierte auch das schreckliche Reaktor-Ungl\u00fcck in Tschernobyl. Wir konnten als kleine Kinder nicht erfassen oder verstehen, was das genau bedeutet hat. Aber wir durften an mehreren Tagen (speziell bei Regen) nicht mehr im Garten spielen, weil die Natur sch\u00e4dliche Stoffe in der Luft hatte. Radioaktivit\u00e4t war f\u00fcr uns Kleine eben eine Unbekannte. Wer hat mit 5 Jahren auch schon Ahnung, was ein Radionuklid ist und was es mit dem Kernzerfall und der dabei freigesetzten Energie\/Strahlung auf sich hat? <a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-292\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Grosshesselohe1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Uns war es egal, was Gammastrahlen waren. Wir konnten nur nicht raus spielen und das war f\u00fcr uns Kleine ein ziemliches Desaster! Ich kann mich noch genau an die Zeiten erinnern, als die alte Grosshesseloher Br\u00fccke noch stand. Z\u00fcge ratterten an uns vorbei, waren die Gehwege auf H\u00f6he der Gleise. Es wurde dann immer sehr laut und wir hielten uns die Ohren zu. Aber schon w\u00e4hrend der Kindergartenzeit wurde die alte Grosshesseloher Br\u00fccke abgebaut und durch die neue ersetzt, wie man sie im Bild rechts erkennt. Das schr\u00e4ge Stahlfachwerk ist f\u00fcr diese Zeit einzigartig gewesen. Die Z\u00fcge rattern leise \u00fcber einen hinweg. Kein Ohrenzuhalten mehr. Ja, die Zeiten \u00e4ndern sich&#8230; Und doch war sie da, die Neugier. Wo floss die Isar weiter hin, wenn man nach Norden schaute? Was war weiter im S\u00fcden? Als Kleiner war man da doch sehr lokal eingeschr\u00e4nkt. So frei rumlaufen, wie man es heute als Erwachsener kann&#8230; nun, das war als Kindergartenkind eben nicht m\u00f6glich. Genau darum erkunde ich heute so gern die Gebiete rund um meine ehemaligen Perimeter. Manches ist gleich, manches hat sich aber auch ver\u00e4ndert.<\/p>\n<h3>&nbsp;<\/h3>\n<h3>Jugendzeit &#8211; Oder: &#8220;Jaaaa, mir san mit&#8217;m Rad&#8217;l da&#8230;&#8221;<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-297 alignleft\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar1-1-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Im Jugendalter war man dann doch \u00f6fter draussen und, wie sollte es auch anders sein, unternahm ich \u00f6fters auch mal Radtouren allein oder mit Freunden (bevorzugt an der Isar entlang). Auch hier war dann meist eher das Wochenende die Zeit der Erholung und des Rumtollens. Wenn ich heute an der Isar entlanggehe, erkenne ich zwar vieles noch aus meiner Jugendzeit, aber auch hier hat es Ver\u00e4nderungen gegeben. Die Isar ist nicht mehr einfach nur ein begradigter Fluss durch die Stadt, sondern wurde renaturiert, um dem fast j\u00e4hrlich auftretenden Hochwasser Einhalt zu gebieten. War das Hochwasser damals eine Sensation, denn der Fluss war dann dreimal so breit und ein seltenes Naturph\u00e4nomen, so ist das heutige Hochwasser ind seine Flusslaufsform identlisch mit der Normalwassersituation. Das ist aber auch gut so. War die Isaraue ein Ort des Grillens und lief man einen geraden Weg bis hoch zur Wittelsbacher Br\u00fccke, ist der Weg heute verschn\u00f6rkelt. Aber auch, wenn man heute die anderen Wege erkundet, also links der Isar, die f\u00fcr Fahrradfahrer eher weniger attraktiv sind, so stelle ich fest: &#8220;Hoppla, das ist aber auch alles neu!&#8221;. Auch in den n\u00e4chsten Jahren wird das Isarufer sein Erscheinungsbild ver\u00e4ndern und man kann die Stadt immer wieder auf&#8217;s Neue entdecken. <a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-298\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar2-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar2-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Isar2-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>W\u00e4hrend meiner Zu-Fuss-Touren habe ich also das linke Isarufer entdeckt und bin erstaunt, was ich so alles als Kleiner verpasst habe und was alles am Isar-Werkkanal, wo auch die Fl\u00f6sser langfahren, los ist. Kaum zu glauben, dass ich da nie lang bin. Aber als Kleiner hatte man auch kein Google Maps oder Smartphone, um sich stets \u00fcber seinen Aufenthaltsort zu informieren. Ja, fr\u00fcher war eben nicht alles besser, wie man es so oft immer wieder einmal h\u00f6rt. Fr\u00fcher war das Navigieren in einem gr\u00f6sseren Umfeld ohne grosse Orientierungshifen eben schwieriger. <a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/LinksIsar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-303\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/LinksIsar-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/LinksIsar-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/LinksIsar-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/LinksIsar-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Aber das heisst jetzt auch nicht, dass man heute als Erwachsener nicht eben diese verpassten Gelegenheiten nicht nachholen soll. Im Gegenteil: Jetzt sollte man die Gelegenheit beim Schopf packen und losziehen, w\u00e4hrend man sein Leben in Erinnerungsbildern Revue passieren lassen kann. Es ist allgemein eine Entdeckungsreise und wie man die Dinge damals gesehen hat, im Vergleich zu heute. Fantastisch, wenn man sich bei ein bisschen Laufen pl\u00f6tzlich an Dinge wieder erinnert, \u00fcber die man im Alltag so kaum nachdenkt. Und wenn man dann am Abend auf seine Smartwatch schaut und dann feststellt: <a href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Walkday.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-304\" src=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Walkday-172x300.jpg\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Walkday-172x300.jpg 172w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Walkday-768x1338.jpg 768w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Walkday-588x1024.jpg 588w, https:\/\/gerhard.koschany.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Walkday.jpg 1125w\" sizes=\"auto, (max-width: 172px) 100vw, 172px\" \/><\/a>&#8220;Hoppala&#8230; habe ich da heute echt 21.9 km auf dem Tacho zu Fuss runtergerissen?&#8221;, dann weiss man, dass man sich auch noch was Gutes dabei getan hat. Man k\u00f6nnte dies jetzt in der neudeutschen Formulierung auch als Win-Win bezeichnen, aber das ist hier jetzt nicht Zweck, noch habe ich Lust, an solch neumodischen Sprach-Kram meine Gedanken zu verschwenden. Jedenfalls war der Tag sehr ereignisreich und ich bin \u00f6fters mal in mich gekehrt und habe mich gefragt: &#8220;Warum habe ich all das nicht schon viel fr\u00fcher gemacht?&#8221;. Es gibt von Hermann Hesse ein sch\u00f6nes Zitat dazu, dass einem vor Augen h\u00e4lt, dass man spontan das tun sollte, was man schon lange tun wollte: &#8211; &#8220;Wenn nicht jetzt, wann dann?&#8221;<\/p>\n<p>Mit diesen Worten beende ich auch meinen Exkurs durch meine letzten 40 Lebensjahre, die allesamt sehr ereignisreich waren. Es gab gute, wie schlechte Zeiten, Es wurde viel gelacht und geweint, aber das alles geh\u00f6rt zu einem ereignisreichen Leben dazu. Und wenn man dann Freunde hat, die einen \u00fcber eine sehr lange Zeitperiode mitbegleitet haben, so hat man mehr, als so Mancher, der Millionen an Geld auf dem Konto hat, daf\u00fcr aber nur falsche Freunde. Das wahre Leben und echte Freunde kann eben kein Geld der Welt bezahlen!<\/p>\n<p>An dieser Stelle danke ich all meinen langj\u00e4hrigen Freunden, die mit mir jetzt seit 10 Jahren und l\u00e4nger befreundet sind und mit mir Vieles erlebt haben, was ich hier im Kurzdurchlauf erw\u00e4hnt habe. Auf da\u00df wir auch die kommenden Jahre und Jahrzehnte miteinander durch Dick und D\u00fcnn gehen! Vergelt&#8217;s Gott!<\/p>\n<p>Ich hoffe, der kleine Exkurs durch meine letzten 40 Jahre war f\u00fcr Sie genauso ein Genuss, zu lesen, wie f\u00fcr mich, diesen zu schreiben&#8230;<\/p>\n<hr>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 50%;\"><a title=\"Hallo Schweiz\" href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=98\">\u21e6<\/a>&nbsp;<a title=\"Hallo Schweiz\" href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=98\">Hallo Schweiz<\/a><\/td>\n<td style=\"width: 50%;\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\" colspan=\"2\"><a title=\"Zur\u00fcck zur Hauptseite\" href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=34\">\u21ea<\/a>&nbsp;<a title=\"Zur\u00fcck zur Hauptseite\" href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=34\">Zur\u00fcck zur Hauptseite<\/a>&nbsp;<a title=\"Zur\u00fcck zur Hauptseite\" href=\"http:\/\/gerhard.koschany.ch\/?page_id=34\">\u21ea<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u21e6&nbsp;Hallo Schweiz &nbsp; Die Wurzeln, die Heimat und wo ich gerne lebe&#8230; Nat\u00fcrlich ist Bern meine neue Heimat geworden, da ich hier arbeite, lebe und einen neuen Freundeskreis aufgebaut habe. Auch ist die Schweiz f\u00fcr mich fester Bestandteil im Leben. Die Kultur, das Land, die Menschen und einfach all das, was man hier erlebt. Dennoch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":34,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-nosidebar.php","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-291","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/291\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/34"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhard.koschany.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}